Bauturbo: Mehr Tempo für den Wohnungsbau
Bauturbo: Mehr Tempo für den Wohnungsbau
Der sogenannte „Bauturbo“ ist eine Initiative der Bundesregierung, mit der der Wohnungsbau in Deutschland beschleunigt werden soll. Hintergrund sind steigende Mieten, ein anhaltender Wohnungsmangel in vielen Regionen sowie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren. Ziel ist es, den Bau von dringend benötigtem Wohnraum durch rechtliche Anpassungen im Bauplanungsrecht schneller und einfacher zu ermöglichen.
Rechtliche Grundlage der Maßnahmen ist insbesondere eine geplante Änderung des Baugesetzbuchs (BauGB). Im Fokus steht dabei die Erweiterung bzw. erneute Aktivierung befristeter Sonderregelungen wie des § 246e BauGB, die es Kommunen ermöglichen sollen, unter bestimmten Voraussetzungen schneller Baurecht für Wohngebäude zu schaffen. Gemeinden erhalten dadurch mehr Handlungsspielraum, um etwa von bestehenden Bebauungsplänen abzuweichen oder Bauvorhaben im beschleunigten Verfahren zu genehmigen.
Darüber hinaus sieht der „Bauturbo“ weitere Anpassungen im Bauplanungsrecht vor, die insbesondere die Nachverdichtung in bestehenden Siedlungsgebieten erleichtern sollen. Kommunen sollen schneller Bebauungspläne aufstellen können und bestehende Gebäude – etwa Büro- oder Gewerbeimmobilien – leichter in Wohnraum umnutzen dürfen. Auch die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren sowie vereinfachte Abstimmungen zwischen Behörden sollen dazu beitragen, Verfahren zu verkürzen.
Mit diesen rechtlichen Änderungen reagiert die Bundesregierung auf die derzeit angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Ob der „Bauturbo“ die gewünschte Wirkung entfalten kann, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell die gesetzlichen Anpassungen umgesetzt werden und wie intensiv Länder und Kommunen die neuen Instrumente nutzen.
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